Mehrere Startmedien gemeinsam aufbewahren
Ventoy erleichtert die Arbeit, wenn regelmäßig unterschiedliche Betriebssystem-Installer oder Rettungsumgebungen benötigt werden. Nach der Vorbereitung kopieren Sie unterstützte Abbilder auf die Datenpartition des USB-Geräts, statt es für jedes Image vollständig neu zu beschreiben. Beim Start erscheint eine Auswahl. Das vereinfacht eine Sammlung, hebt aber weder Hardwareanforderungen noch mögliche Einschränkungen einzelner Abbilder auf.
Das Projekt ist kostenlos und quelloffen. Überprüft wurde Veröffentlichung 1.1.18. Vorbereitungspakete stehen für Windows und Linux bereit; hier geht es um Windows. Aus der Programmlizenz ergibt sich keine Windows-Lizenz und keine pauschale Erlaubnis zur Weitergabe von Betriebssystemabbildern. Laden Sie Images beim jeweiligen Herausgeber und halten Sie Edition sowie Architektur in der Dateibenennung nachvollziehbar fest.
Das richtige USB-Gerät vorbereiten
Beziehen Sie das Windows-Archiv über die offizielle Downloadseite und entpacken Sie seinen gesamten Inhalt. Öffnen Sie das enthaltene Vorbereitungsprogramm mit den für Datenträgeränderungen notwendigen Rechten. Eine gewöhnliche Programminstallation ist für diesen Vorgang nicht erforderlich. Schließen Sie Fenster, die auf den Stick zugreifen. Vergleichen Sie Gerätename und Kapazität, statt sich nur auf einen bekannten Laufwerksbuchstaben zu verlassen.
Sichern Sie vor der ersten Installation alle benötigten Dateien auf einem anderen Gerät. Die gewöhnliche Ventoy-Installation partitioniert und formatiert das ausgewählte Ziel neu. Entfernen Sie nicht benötigte Wechselmedien, wenn dadurch die Auswahl eindeutiger wird. Lesen Sie die Rückfragen sorgfältig. Alte Dateien bleiben bei einer normalen Erstinstallation nicht einfach erhalten; eine Kopie auf derselben Quelle genügt daher nicht.
Abbilder kopieren und praktisch testen
Kopieren Sie nach der Vorbereitung passende ISO-Dateien oder andere unterstützte Imageformate auf die Hauptpartition. Mehrere Abbilder dürfen nebeneinander liegen, sofern der Platz reicht. Ventoy verwendet zusätzlich eine getrennte Startstruktur. Löschen Sie deren kleine Partition nicht, weil sie im Vergleich zum Datenbereich überflüssig erscheint. Verständliche Dateinamen helfen bei der späteren Auswahl verschiedener Versionsstände.
Wählen Sie den USB-Stick am Zielrechner über dessen Firmware-Bootmenü aus. Achten Sie auf den zu diesem Rechner passenden BIOS- oder UEFI-Start. Secure Boot hängt auch von Firmware und Konfiguration ab. Nutzen Sie dafür die aktuellen Hinweise des Projekts und deaktivieren Sie nicht wahllos Sicherheitsoptionen. Testen Sie besonders die Abbilder, auf die Sie sich bei einer späteren Reparatur verlassen wollen.
Vorhandene Installation pflegen
Ein Update einer bestehenden Ventoy-Installation unterscheidet sich von der erstmaligen Einrichtung. Der Updateweg soll die Imagedateien erhalten; wichtige Kopien sollten trotzdem vor Änderungen an anderer Stelle liegen. Ein neues ISO kommt normalerweise durch einfaches Kopieren hinzu. Ventoy muss dafür nicht erneut installiert werden. Schlägt ein Start fehl, prüfen Sie zunächst Kompatibilitätshinweise und Anforderungen des Images.
Für einen einzelnen dedizierten Installationsstick bietet Rufus einen anderen Windows-Workflow. balenaEtcher schreibt geeignete Roh- oder Hybridabbilder direkt auf ein Gerät. Entscheidend ist die Aufgabe: Eine Multiboot-Sammlung, ein einzelner Installer und eine genaue Imagekopie sind verschiedene Anforderungen. Ventoy repariert keine beschädigte ISO-Datei und verspricht nicht, dass jedes im Menü sichtbare Abbild auf jedem Computer erfolgreich startet.