Den Dateinamen suchen statt Ordner durchklicken
Everything von voidtools ist eine lokale Dateisuche für Windows. Das Programm legt eine durchsuchbare Liste von Datei- und Ordnernamen an. Während Sie einen Namensteil eingeben, wird die Ergebnisliste entsprechend eingegrenzt. Das hilft bei verstreuten Projektordnern, umfangreichen Downloadverzeichnissen und Dokumenten, deren ursprünglichen Speicherort Sie nicht mehr genau wissen. Entscheidend ist zunächst ein Name oder ein erkennbarer Teil davon.
Die schnelle Suche beruht vor allem auf Namen und Dateiinformationen. Sie ist kein vollständiger Textindex sämtlicher Dokumente. Everything besitzt zwar eine Inhaltssuche, doch die Inhalte werden dafür nicht genauso vorab indiziert. Eine Suche nach einem Satz innerhalb vieler Dateien kann entsprechend länger dauern. Wer nur ein Stichwort aus dem Dokument erinnert, sollte diese unterschiedliche Arbeitsweise berücksichtigen.
Stabile Ausgabe und passende Architektur
Die überprüfte stabile Veröffentlichung lautet 1.4.1.1032. Everything ist Freeware und erfordert für die normale Suchfunktion keinen Kauf. Auf der Entwicklerseite ist zusätzlich eine gesonderte Betaversion erhältlich. Wählen Sie für den üblichen Einsatz bewusst den stabilen Zweig, statt die höhere Versionsnummer automatisch als bessere Wahl anzusehen. Neben dem Installer steht ein portables ZIP-Archiv zum Entpacken bereit.
Die offiziellen Anforderungen nennen Windows XP bis Windows 11. Laden Sie die passende Architektur für Ihren Rechner herunter. Für die NTFS-Indizierung benötigt Everything entweder seinen Dienst oder Administratorrechte. Mit installiertem Dienst kann das Suchfenster unter einem gewöhnlichen Benutzerkonto laufen. Lesen Sie die Optionen im Setup und beachten Sie auf verwalteten Firmenrechnern die Vorgaben der zuständigen Administration.
Ergebnisse sinnvoll eingrenzen
Beim ersten Öffnen entsteht der Anfangsindex. Seine Erstellungsdauer hängt unter anderem von der Zahl der Dateien und dem Datenträger ab. Beginnen Sie danach mit einem möglichst charakteristischen Namensteil. Ist die Trefferliste zu lang, grenzen Sie sie nach Dateityp oder Speicherort weiter ein. Der Befehl zum Öffnen des zugehörigen Ordners hilft dabei, ähnliche Kopien voneinander zu unterscheiden.
Filter, Platzhalter und Suchoperatoren ermöglichen genauere Abfragen. Für den Einstieg reichen die Funktionen, die Sie tatsächlich im Alltag benötigen. Sie müssen nicht sofort die gesamte Suchsprache beherrschen. Prüfen Sie vor dem Öffnen oder Löschen dennoch den Fund: Eine Datei ist nicht automatisch vertrauenswürdig, nur weil sie im Index auftaucht. Auch ein alter Name sagt nichts darüber aus, ob die Datei entbehrlich ist.
Weitere Laufwerke berücksichtigen
Auf NTFS-Laufwerken kann Everything Änderungen im Dateisystem nachführen. FAT- und exFAT-Datenträger sowie Netzwerkordner lassen sich über die Ordnerindizierung hinzufügen. Deren Einrichtung unterscheidet sich von einem lokalen NTFS-Index. Fehlen Suchtreffer eines USB-Sticks, prüfen Sie zuerst Verbindung und eingeschlossene Ordner. Eine leere Ergebnisliste belegt noch keinen Verlust der Dateien auf dem Gerät.
Everything findet vorhandene Dateien und stellt gelöschte Daten nicht wieder her. Es bewertet außerdem nicht automatisch, was Sie gefahrlos entfernen können. Für die Frage, welche Verzeichnisse besonders viel Speicher belegen, bietet WizTree eine ergänzende Größenansicht. Bei der Vorbereitung eines Installationssticks mit Rufus kann Everything das benötigte ISO lokalisieren. Herkunft, Edition und Architektur müssen Sie danach weiterhin selbst kontrollieren.
Denken Sie auch an die angezeigten Pfade, wenn Sie Bildschirmfotos verschicken oder Ihren Desktop teilen. Schon Dateinamen können persönliche Informationen enthalten. Nutzen Sie den Suchtreffer als Wegweiser und prüfen Sie den Zusammenhang, bevor Sie ein Dokument verschieben, einen Download starten oder eine vermeintlich überflüssige Kopie löschen.