Erst deinstallieren, anschließend nachsehen
Revo Uninstaller hilft dabei, eine Windows-Anwendung zu entfernen und anschließend verbliebene Daten zu untersuchen. Zuerst startet das Werkzeug die normale Deinstallation des betreffenden Programms. Danach sucht es nach verbleibenden Dateien, Ordnern und Registry-Einträgen. Diese Reihenfolge ist sinnvoll, weil das bloße Löschen eines Programmverzeichnisses registrierte Dienste oder Verknüpfungen zurücklassen kann. Die Free-Ausgabe von VS Revo Group stellt diesen üblichen Ablauf bereit, ohne dass dafür eine Professional-Lizenz gekauft werden muss.
Klären Sie vor Beginn, welche Dokumente, Voreinstellungen, Spielstände oder lokalen Datenbanken zur Anwendung gehören. Software entfernen und sämtliche Benutzerdaten erhalten sind verschiedene Ziele. Exportieren Sie wichtige Einstellungen und halten Sie Zugangsdaten sowie Installationsmedien für eine spätere Neuinstallation bereit. Fragt der ursprüngliche Uninstaller nach dem Erhalt persönlicher Daten, lesen Sie die Auswahl sorgfältig. Die umfangreichste Entfernung ist nicht automatisch diejenige, die zum tatsächlichen Vorhaben am besten passt.
Free bewusst auswählen und installieren
Wählen Sie auf der offiziellen Downloadseite Revo Uninstaller Free. Dort werden auch Pro und portable Produkte angeboten. Der Editionsname ist entscheidender als die auffälligste Schaltfläche. Free umfasst reguläre Deinstallation und anschließende Restesuche. Funktionen wie erzwungene Entfernung, Mehrfachdeinstallation und Installationsüberwachung gehören zum Pro-Angebot. Eine Testausgabe erlaubt die Bewertung kostenpflichtiger Funktionen unter eigenen Bedingungen; sie ist deshalb nicht einfach mit der dauerhaft kostenlosen Free-Ausgabe gleichzusetzen.
Speichern Sie den Installer und führen Sie ihn unter Windows aus. Windows 10 und Windows 11 werden unterstützt. Für die Entfernung systemweit installierter Anwendungen sind Administratorrechte nötig. Folgen Sie dem Setup, öffnen Sie Revo und warten Sie, bis die Programmliste vollständig eingelesen wurde. Es gibt außerdem eine portable Free-Variante, deren Archiv vollständig entpackt wird, bevor das Programm ohne gewöhnliche Installation aus seinem eigenen Ordner gestartet werden kann.
Rückstände einzeln beurteilen
Prüfen Sie bei der Auswahl den genauen Programmnamen und den Herausgeber. Bearbeiten Sie zunächst eine bekannte Anwendung, statt mehrere unbekannte Komponenten gleichzeitig zu entfernen. Lassen Sie deren normale Deinstallation abschließen, bevor Sie nach Resten suchen. Wird ein Neustart verlangt, beachten Sie die betreffenden Hinweise. Notieren Sie den entfernten Produktnamen, damit sich seine Ordner später von anderen Anwendungen desselben Herstellers unterscheiden lassen und nicht allein der Firmenname als Löschkriterium dient.
Lesen Sie jeden vorgeschlagenen Pfad im Zusammenhang. Ein gemeinsamer übergeordneter Ordner oder ein Eintrag mit ähnlichem Namen muss weiterhin gebraucht werden können. Behalten Sie unklare Ergebnisse, bis ihre Aufgabe geklärt ist. Nutzen Sie angebotene Sicherungs- und Wiederherstellungsoptionen, aber halten Sie zusätzlich unabhängige Kopien eigener Dokumente bereit. Eine Restesuche liefert mögliche Kandidaten; sie verpflichtet nicht dazu, sämtliche Treffer auszuwählen oder eine möglichst hohe Zahl gelöschter Einträge zu erreichen.
Der nächste Schritt hängt vom Problem ab
Sollte eine beschädigte Installation repariert werden, installieren Sie das Programm anschließend neu und prüfen Sie den ursprünglichen Fehler. Bulk Crap Uninstaller bietet einen auf Stapel ausgerichteten Ablauf für längere Programmlisten. Autoruns untersucht den automatischen Start, wenn eine Anwendung grundsätzlich installiert bleiben soll. Revo Uninstaller unterstützt gezieltes Entfernen. Dass dadurch mehr Einträge verschwinden, garantiert weder eine allgemeine Beschleunigung noch die Behebung eines unabhängig davon bestehenden Hardwareproblems.