Eine volle Festplatte gezielt untersuchen
WizTree hilft, wenn Windows vor knappem Speicher warnt und die verantwortlichen Dateien noch unbekannt sind. Wählen Sie ein Laufwerk, lassen Sie es untersuchen und sortieren Sie anschließend Ordner oder Dateien nach Größe. Antibody Software stellt die Windows-Anwendung für private Nutzung kostenlos bereit. Für kommerzielle Aufgaben ist eine passende Lizenz erforderlich. Wer Computer von Kunden wartet, sollte deshalb die geschäftlichen Bedingungen prüfen, bevor er ein privat heruntergeladenes Exemplar dafür verwendet.
Auf lokalen NTFS-Volumes kann WizTree die Master File Table direkt lesen, statt sämtliche Verzeichnisse über die üblichen Dateischnittstellen abzuarbeiten. Daraus ergibt sich der Ansatz für schnelle Analysen. Eine identische Laufzeit auf jedem Datenträger lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Dateisystem, Zugriffsrechte und gewählter Bereich beeinflussen das Verfahren. Netzwerkfreigaben, andere Dateisysteme und einzelne Ordner sind ebenfalls untersuchbar, verwenden aber nicht automatisch denselben schnellen Zugriff wie ein geeignetes lokales NTFS-Laufwerk.
Download und erster Durchlauf
Entscheiden Sie sich auf der offiziellen Seite für den Windows-Installer oder das portable Archiv. WizTreeMac ist ein separates Produkt und kein Installationspaket für Windows. Prüfen Sie die Systeminformationen sowie die aktuellen Downloadhinweise. Der Entwickler dokumentiert außerdem den Betrieb auf Windows-ARM-Geräten über Prism-Emulation. Führen Sie das Setup aus oder entpacken Sie das vollständige portable Paket in einen eigenen Ordner. Starten Sie erst danach die passende ausführbare Datei aus diesem Verzeichnis.
Beginnen Sie mit dem Laufwerk, das die Speicherwarnung ausgelöst hat. Administratorrechte ermöglichen dort bei lokalem NTFS den direkten MFT-Zugriff. Verwenden Sie diese Rechte, wenn die gewählte Untersuchung sie benötigt; zugängliche Orte lassen sich auch ohne Erhöhung prüfen. Vergleichen Sie nach Abschluss des Scans den Ordnerbaum mit der Dateiliste. Eine Sortierung einzelner Dateien kann ein riesiges Archiv hervorheben, das innerhalb einer Gesamtsumme mit vielen kleinen Dokumenten kaum aufgefallen wäre.
Die Treemap bietet einen visuellen Einstieg in dieselben Daten. Klicken Sie auf einen großen Bereich und klären Sie anhand des vollständigen Pfades, wem er gehört. Namens- und Erweiterungsfilter grenzen lange Listen ein. Beachten Sie außerdem den Unterschied zwischen Dateigröße und belegtem Speicher, damit Zahlen vergleichbar bleiben. Ein CSV-Export bewahrt eine Bestandsliste für spätere Untersuchungen auf, sichert jedoch nicht die Inhalte der Dateien, die darin lediglich aufgeführt werden.
Mögliche Duplikate sorgfältig beurteilen
WizTree gruppiert vermutete Dubletten anhand von Namen, Größen und optional Zeitangaben. Das ist kein vollständiger Vergleich der Dateiinhalte. Ähnlich benannte Dokumente können unterschiedliche Arbeitsstände enthalten, und eine zweite Kopie kann absichtlich als Sicherung existieren. Öffnen und vergleichen Sie Kandidaten, bevor Sie sie entfernen. Installierte Programme sollten über ihre Deinstallation entfernt werden; das pauschale Löschen eines großen Programmordners ersetzt diesen Ablauf nicht.
Scannen Sie nach einer gezielten Änderung erneut und prüfen Sie den freien Speicher. WinDirStat bietet eine quelloffene Alternative zur grafischen Speicheruntersuchung. Everything hilft bei wiederkehrenden Suchen nach bereits teilweise bekannten Dateinamen. WizTree liefert vor allem die Grundlage für eine passende Maßnahme, ohne dass jeder auffällige Eintrag auf der Karte automatisch ein Löschziel sein muss.