Notieren Sie zunächst, wann der Rechner langsam reagiert: vor der Anmeldung, beim Öffnen eines Programms oder erst nach längerer Nutzung. Starten Sie den PC neu und lassen Sie laufende Updates abschließen. Wiederholen Sie danach eine typische Aufgabe. Speichern Sie offene Dokumente und sichern Sie wichtige Dateien, bevor Sie Software entfernen. Halten Sie Änderungen schriftlich fest, damit sich eine erfolglose Maßnahme später gezielt rückgängig machen lässt.
Die Belastung im richtigen Moment ansehen
Öffnen Sie den Task-Manager während der Verzögerung. Betrachten Sie Prozessor, Arbeitsspeicher und Datenträger gemeinsam. Ein durch Updates ausgelastetes Laufwerk deutet auf etwas anderes hin als Speicherdruck bei vielen geöffneten Browser-Tabs. Schließen Sie nicht benötigte Anwendungen und testen Sie erneut. Wird der Rechner dadurch flüssiger, setzen Sie zuerst bei dieser Arbeitslast an. Mehrere gleichzeitig installierte Optimierungsprogramme erschweren einen aussagekräftigen Vergleich.
Bekannte Autostart-Einträge gezielt abschalten
Für vertraute Anwendungen reicht zunächst die Autostart-Liste von Windows. Autoruns zeigt zusätzliche Orte für automatisch gestartete Komponenten. Prüfen Sie Hersteller und Dateipfad, bevor Sie einen Eintrag verändern. Entfernen Sie bei einem bekannten, entbehrlichen Programm das Häkchen, statt den Eintrag zu löschen. Starten Sie danach neu. Sicherheitsprogramme, Speichertreiber und unbekannte Systemkomponenten sollten aktiviert bleiben, bis ihre Aufgabe eindeutig geklärt ist.
Nicht mehr benötigte Anwendungen entfernen
Revo Uninstaller eignet sich für die Entfernung eines einzelnen Desktop-Programms mit anschließender Restesuche. Bulk Crap Uninstaller hilft beim Organisieren mehrerer Deinstallationen. Lassen Sie zuerst das reguläre Deinstallationsprogramm vollständig durchlaufen. Prüfen Sie danach jede vorgeschlagene Datei und jeden Registry-Eintrag, weil Daten auch gemeinsam genutzt werden können. Sichern Sie Dokumente und Lizenzinformationen vorher und führen Sie einen verlangten Neustart durch, bevor Sie weiterarbeiten.
Temporäre Dateien mit Vorschau auswählen
BleachBit zeigt vor dem Löschen an, welche unterstützten temporären Dateien und Caches betroffen sind. Beenden Sie die zugehörigen Anwendungen und wählen Sie nur verständliche Optionen aus. Gelöschte Cookies können Anmeldungen beenden; geleerte Caches müssen später möglicherweise neu aufgebaut werden. Freier Speicherplatz hilft insbesondere bei einem fast vollen Laufwerk. Er erhöht jedoch nicht die Rechenleistung der CPU. Eine pauschale Registry-Bereinigung ist dafür kein verlässlicher Ersatz.
Speicherwerte richtig einordnen
Mem Reduct kann belegten Speicher durch das Leeren bestimmter Caches und Arbeitsbereiche reduzieren. Benötigte Daten müssen Programme anschließend eventuell erneut laden. Ein kleinerer Wert ist deshalb allein kein Leistungsnachweis. Lassen Sie automatische Bereinigungen während der Fehlersuche ausgeschaltet. Vergleichen Sie dieselbe Aufgabe mit denselben geöffneten Programmen. Bleibt eine Hardwaregrenze bestehen, kommen weniger anspruchsvolle Software, eine passende Aufrüstung oder bei einem Defekt eine Reparatur infrage.