Wenn der PC vom USB-Stick starten soll
Für einen neuen Rechner oder den Einbau eines leeren Systemlaufwerks wird häufig ein Installationsstick benötigt. Rufus erstellt ihn aus einer ausgewählten ISO-Datei. Das Werkzeug richtet den Datenträger so ein, dass ein passender Computer davon starten kann. Auch unterstützte Rettungsumgebungen lassen sich auf diese Weise vorbereiten. Eine ISO lediglich mit dem Explorer auf den Stick zu kopieren, erzeugt normalerweise noch kein gleichwertiges Startmedium.
Rufus ist kostenlos und wird mit offenem Quellcode unter der GPL angeboten. Eine kostenpflichtige Freischaltung für die übliche Medienerstellung gibt es nicht. Die Lizenz des Betriebssystems bleibt davon unabhängig. Laden Sie dessen Installationsabbild beim jeweiligen Herausgeber herunter und klären Sie gegebenenfalls die erforderliche Windows-Lizenz, bevor Sie mit der eigentlichen Installation beginnen.
Passende Datei herunterladen
Geprüft wurde die Veröffentlichung 4.15. Rufus setzt Windows 8 oder neuer voraus. Für x64, x86 und ARM64 stehen unterschiedliche ausführbare Dateien bereit. Maßgeblich ist dabei zunächst der Rechner, auf dem Sie Rufus ausführen. Das Betriebssystem auf dem späteren Zielgerät kann eine andere Architektur verlangen. Standardausgabe und portable Ausgabe lassen sich beide ohne gewöhnlichen Installationsassistenten starten.
Speichern Sie den Download in einem übersichtlichen Ordner und öffnen Sie die Datei. Kontrollieren Sie bei der Rechteabfrage den Herausgeber. Für das Beschreiben des USB-Laufwerks werden administrative Rechte benötigt. Zusätzlich brauchen Sie ein geeignetes Abbild und einen ausreichend großen Stick. Dessen erforderliche Kapazität hängt vom Installationsmedium ab; einen universellen Wert für alle Images gibt es nicht.
Laufwerk und Startmodus kontrollieren
Sichern Sie zuerst sämtliche benötigten Dateien des Sticks auf einem anderen Datenträger. Prüfen Sie anschließend im Gerätefeld von Rufus sowohl den Namen als auch die Kapazität. Bei mehreren ähnlichen USB-Laufwerken hilft es, die unbeteiligten Geräte abzuziehen. Laden Sie das ISO und betrachten Sie danach Partitionsschema und Zielsystem. Für aktuelle UEFI-Rechner ist GPT häufig passend; ältere oder anders konfigurierte Geräte benötigen möglicherweise andere Einstellungen.
Viele heruntergeladene Abbilder lassen sich mit Everything anhand ihres Dateinamens wiederfinden. Prüfen Sie trotzdem, ob Edition und Architektur stimmen. Ein Suchtreffer bestätigt weder die Herkunft einer Datei noch ihre Eignung für den geplanten Rechner. Entscheidend sind das ausgewählte Image und die dokumentierten Anforderungen des Betriebssystems, nicht allein ein vertraut klingender Name.
Mit dem Start der Medienerstellung wird der ausgewählte Stick neu eingerichtet. Dabei werden seine bisherigen Inhalte gelöscht. Unterbrechen Sie den Schreibvorgang nicht und lassen Sie das Gerät angeschlossen, bis Rufus den Abschluss meldet. Ein erfolgreich geschriebener Stick ist noch keine Zusage, dass das Betriebssystem auf jeder Hardware unterstützt wird oder auf jedem PC sofort startet.
Anschließend das Medium testen
Werfen Sie den Stick sicher aus und wählen Sie ihn am Zielrechner im Bootmenü aus. Fehlt er dort, vergleichen Sie zuerst Firmwaremodus und Image-Architektur. Ändern Sie nicht mehrere unbekannte Firmwareoptionen gleichzeitig. Bewahren Sie das ISO auf, bis Sie den Start des Mediums geprüft haben und sicher sind, dass die Vorbereitung passt.
Bei einer versehentlich überschriebenen Datenquelle hilft weiteres Schreiben nicht. Stellen Sie die Nutzung ein. Recuva kann unter bestimmten Umständen verbliebene gelöschte Dateien finden; bereits durch das Installationsabbild überschriebene Bereiche kann es jedoch nicht zuverlässig zurückholen. Rufus selbst ist weder Sicherungssoftware noch Datenrettungsprogramm.