Zuerst das richtige Laufwerk bestimmen
HDDScan ist ein kostenloses Windows-Werkzeug von Artem Rubtsov zur Untersuchung unterstützter Speichergeräte. Es zeigt Identifikation, SMART-Attribute und Temperatur und bietet anschließend Oberflächenprüfungen oder interne Laufwerkstests. Damit lassen sich Hinweise auf ein Problem sammeln. Die Software repariert jedoch keine beschädigte Hardware und garantiert keinen weiteren störungsfreien Betrieb. Ein unauffälliger Bericht ist eine Momentaufnahme und ersetzt keine unabhängige Sicherung wichtiger Dateien.
Wählen Sie das physische Gerät anhand von Modell und Kapazität aus. Ähnlich benannte Laufwerke werden leicht verwechselt, besonders bei mehreren externen Gehäusen. Notieren Sie, über welchen Anschluss und an welchem Rechner die Werte erfasst wurden. Diese Angaben erleichtern spätere Vergleiche und helfen dabei, technische Rückfragen zu einem auffälligen Ergebnis verständlich zu beantworten.
Die veröffentlichte Geräteliste beachten
Die offizielle Seite bietet Version 4.1 und nennt Windows XP SP3, Vista, 7, 8 und 10 sowie eingeschränkte Unterstützung für Windows Server 2003. Windows 11 ist in dieser Liste nicht ausdrücklich aufgeführt. Entpacken Sie das Archiv in einen beschreibbaren Ordner. Laut Entwickler soll das Programm nicht von einem schreibgeschützten Medium laufen. Verwenden Sie die offizielle Downloadseite zur eindeutigen Zuordnung des Pakets.
Genannt werden ATA- und SATA-Festplatten, unterstützte SCSI- und SAS-Geräte, bestimmte USB- oder FireWire-Brücken und SATA- beziehungsweise ATA-SSDs. Für RAID-Volumes und USB-Sticks sind Oberflächentests vorgesehen. Aus der Bezeichnung SSD folgt keine allgemeine NVMe-Unterstützung. Ein Controller oder externes Gehäuse kann Messwerte verbergen, obwohl Windows normal auf die Dateien zugreifen kann.
Lesen und Überschreiben unterscheiden
Beginnen Sie mit Identifikation und verfügbaren SMART-Informationen. Lesen Sie vor einem weiteren Test seine Beschreibung. Read und Verify verwenden unterschiedliche Datenwege; die Dokumentation nennt Einschränkungen bei der Verifikation über manche Anschlüsse. Interne kurze oder erweiterte SMART-Selbsttests hängen ebenfalls vom Gerät ab. Führen Sie jeweils nur einen Test aus und berücksichtigen Sie andere Programme, die Antwortzeiten beeinflussen können.
Erase ist destruktiv: Dabei werden ausgewählte Blöcke mit einem Muster überschrieben und ihre bisherigen Inhalte zerstört. Dieser Modus eignet sich nicht zur Prüfung eines Datenträgers, dessen Dateien erhalten bleiben sollen. Auch Einstellungen für Akustik, Stromverwaltung oder Spindelsteuerung sind keine allgemeine Lösung für einen langsamen Rechner. Lassen Sie unbekannte Optionen unverändert, solange Sie lediglich Diagnoseinformationen sammeln.
Befunde mit dem Fehlerbild vergleichen
Langsame Blöcke oder ungewöhnliche Attribute brauchen Kontext: Anschluss, Arbeitslast, Modell und zeitliche Entwicklung spielen eine Rolle. SMART-Rohwerte sind nicht bei jedem Hersteller gleich auszulegen. CrystalDiskInfo bietet eine andere Ansicht unterstützter Zustandsdaten, während smartmontools Prüfungen über die Kommandozeile ermöglicht. Fehlende Messwerte lassen sich durch keines der Werkzeuge in einen Gesundheitsnachweis verwandeln.
Auch Lesen belastet ein Gerät. Bei auffälligen Geräuschen, wiederholten Verbindungsabbrüchen oder unersetzlichen Daten auf verdächtiger Hardware sollten gewöhnliche Tests enden und geeignete Rettungsmöglichkeiten geprüft werden. Wiederholte lange Scans können verbleibende Lesezeit verbrauchen. Speichern Sie hilfreiche Berichte und entfernen Sie Seriennummern vor einer öffentlichen Weitergabe. Das Ergebnis sollte eine Entscheidung über Sicherung, Austausch oder weitere Untersuchung unterstützen.