Zuerst den richtigen Grafikadapter wählen
Gerade Notebooks besitzen häufig eine integrierte Grafikeinheit und zusätzlich eine eigene Grafikkarte. Wählen Sie in GPU-Z deshalb zunächst das Gerät aus, dessen Werte Sie benötigen. Das Windows-Werkzeug von TechPowerUp zeigt Modellinformationen, Speicherdaten und weitere technische Merkmale. Die private und kommerzielle Nutzung ist kostenlos erlaubt. Für eine Weiterverteilung innerhalb eines kommerziellen Pakets gelten dagegen gesonderte Bedingungen.
Notieren Sie den vollständigen Namen, die GPU-Kennung sowie Größe und Typ des Grafikspeichers. Damit können Sie einen gebrauchten Rechner mit seiner Verkaufsbeschreibung vergleichen oder eine Supportanfrage präzisieren. Eine Messung der integrierten Grafik beschreibt nicht automatisch die separate Karte. Bei mehreren Einträgen lohnt sich daher ein bewusster Blick auf die Auswahl, bevor Sie einen Screenshot für andere Personen anfertigen.
Gerätedaten und Betriebswerte auseinanderhalten
Die Hauptansicht beschreibt die Hardware. Im Register Sensors beobachten Sie dagegen verfügbare laufende Messwerte. Welche Sensoren erscheinen, hängt von Grafikchip, Firmware und Treiber ab. Halten Sie fest, ob der Rechner gerade auf dem Desktop steht, ein Spiel ausführt oder ein Video berechnet. Erst dieser Zusammenhang macht Temperatur, Auslastung und Takt sinnvoll vergleichbar. Ein fehlender Sensor steht nicht für einen Messwert von null.
GPU-Z bietet einen kleinen Rendertest zur Prüfung der PCI-Express-Verbindung unter Last. Im Leerlauf kann die Verbindung ihre Geschwindigkeit zum Stromsparen senken. Ein niedriger Ausgangswert beweist daher noch keinen Defekt des Steckplatzes. Der Test zeigt dieses Verbindungsverhalten, ersetzt aber weder einen vollständigen Grafikbenchmark noch eine Stabilitätsprüfung für sämtliche Spiele. Beenden Sie ihn, sobald die benötigte Beobachtung abgeschlossen ist.
Download und erster Programmstart
Die offizielle Downloadseite stellt eine Standarddatei und Varianten mit anderer Gestaltung bereit. Für eine normale Überprüfung genügt die Standardausgabe. TechPowerUp nennt Windows XP bis Windows 11 sowie 32- und 64-Bit-Systeme. Daraus folgt nicht, dass jede neue Grafikkarte einen passenden Treiber für alte Windows-Ausgaben besitzt. Die Unterstützung durch den Gerätehersteller muss weiterhin zu Ihrer tatsächlichen Kombination passen.
Speichern Sie die ausführbare Datei in einem leicht auffindbaren Ordner und prüfen Sie die Herausgeberinformationen. Nach dem Start können Sie auf eine dauerhafte Installation verzichten oder die angebotene Installationsoption nutzen. Lassen Sie die Erkennung fertiglaufen und wählen Sie den gewünschten Adapter. Lesen Sie zunächst dessen Daten, bevor Sie Zusatztests aktivieren. Fordert der Rendertest eine zusätzliche Bibliothek an, prüfen Sie den Hinweis vor dem Download.
Beobachtungen gezielt vergleichen
Vergleichen Sie zwei Durchläufe möglichst mit demselben Adapter, derselben Aufgabe und gleichen Energieeinstellungen. Ein auf dem Desktop sinkender Takt kann völlig normal sein. Kontrollieren Sie vor dem Teilen einer Validierung oder eines Screenshots enthaltene Kennungen und beschreiben Sie auch das eigentliche Problem. Die Modellbezeichnung allein bestätigt weder eine ausreichende Kühlung noch eine fehlerfreie Stromversorgung.
CPU-Z ergänzt den Blick auf Prozessor und Arbeitsspeicher. HWiNFO eignet sich, wenn mehrere Komponenten gleichzeitig untersucht werden sollen. GPU-Z installiert keinen Ersatztreiber und verändert keine Übertaktungsregler. Es liefert eine genauere Grundlage für die nächste Entscheidung, statt aus einem einzelnen auffälligen Wert bereits einen Defekt oder einen sicheren Leistungsgewinn abzuleiten.