Mit Messwerten statt fremden Profilen anfangen
MSI Afterburner wird häufig mit Übertakten verbunden. Schon die Beobachtung einer Grafikkarte während eines Spiels kann jedoch ein sinnvoller Einsatzzweck sein. MSI stellt das Windows-Programm kostenlos bereit, auch für unterstützte Karten anderer Marken. Welche Regler verfügbar sind, bestimmen GPU und Firmware. Ein Regler auf einem Beispielbild bedeutet daher nicht, dass Ihr Notebook oder Ihre Desktopkarte dieselbe Einstellung zulässt.
Prüfen Sie zuerst den ausgewählten Grafikadapter und belassen Sie Takt, Spannung und Leistungsgrenzen auf ihren Ausgangswerten. Beobachten Sie Temperatur, Auslastung und Frequenz in einer wiederholbaren Spielszene. Dadurch lässt sich eine wenig beschäftigte Karte von einer stark beanspruchten unterscheiden. Die Zahlen erklären allerdings nicht automatisch jede Ursache für Ruckler. Allein durch die Installation erhalten Spiele auch keinen garantierten Leistungszuwachs.
Nur hilfreiche Werte im Spiel anzeigen
Für die Einblendung wird RivaTuner Statistics Server benötigt, kurz RTSS. Der von MSI beschriebene Installationsablauf bietet diese zusätzliche Komponente an. Wählen Sie anschließend unter Monitoring einige verfügbare Messgrößen und aktivieren Sie deren Bildschirmanzeige. Afterburner und RTSS müssen während der Nutzung in einem kompatiblen Spiel laufen. Schließen Sie die Datenquelle, können auch deren eingeblendete Messwerte verschwinden.
Als Einstieg genügen oft GPU-Temperatur, GPU-Auslastung und Bildrate. Bei ungleichmäßiger Darstellung kann zusätzlich die Framezeit helfen, weil ein Durchschnittswert kurze Unregelmäßigkeiten verdeckt. Überladen Sie das Bild nicht mit Zahlen, die Sie für Ihre Frage gar nicht benötigen. Manche Spiele oder Grafikpfade unterstützen die Einblendung nicht. Ihr Ausbleiben ist deshalb allein noch kein Hinweis auf defekte Sensoren oder eine beschädigte Grafikkarte.
Stabile Ausgabe über MSI herunterladen
Die offizielle Seite trennt stabile Veröffentlichungen von Betaversionen. Wählen Sie für gewöhnliche Nutzung die stabile Ausgabe, sofern kein konkretes Kompatibilitätsproblem einen Betatest begründet. Benötigt werden Windows, ein unterstützter Grafikadapter und der installierte Grafiktreiber. MSI empfiehlt aktuelle Treiber. Die Einblendung im Spiel braucht zusätzlich RTSS; ein separates Überwachungsfenster ist davon als eigener Arbeitsablauf zu unterscheiden.
Laden Sie das Paket über die Afterburner-Seite von MSI und entpacken Sie es gegebenenfalls vor dem Setup. Lesen Sie die Komponentenauswahl, insbesondere bei RTSS, statt jede zusätzliche Option als Pflicht anzusehen. Öffnen Sie Afterburner nach der Installation und kontrollieren Sie die erkannte GPU. Nach einem Kartenwechsel können der passende Treiber und ein Neustart nötig sein, bevor das neue Gerät korrekt erkannt wird.
Änderungen bewusst getrennt planen
Takt-, Spannungs- und Lüfterregler greifen in das Hardwareverhalten ein. Übernehmen Sie kein Profil nur deshalb, weil die Grafikkartenfamilie ähnlich klingt. Erfassen Sie zuerst Ausgangswerte und lassen Sie ungetestete Einstellungen nicht automatisch mit Windows laden. Manche Notebooklüfter bleiben unter Kontrolle der Hersteller-Firmware. Setzen Sie Einstellungen zurück, wenn ein Versuch Abstürze oder Bildfehler verursacht, und beurteilen Sie die Ausgangssituation erneut.
GPU-Z ergänzt genaue Grafikkartendaten, bevor Sie gerätespezifische Optionen bewerten. HWiNFO bietet mehr Systemsensoren, wenn auch CPU oder Speicher beteiligt sein könnten. Afterburner hilft besonders bei einer klaren Frage und einer wiederholbaren Beobachtung. Physische Kühlungsprobleme kann es nicht reparieren; aus beliebig übernommenen Einstellungen folgt auch kein sicherer Anspruch auf mehr Leistung.