Eine gezielte Belastung für die Grafikkarte
Eine Grafikkarte kann den Windows-Desktop problemlos darstellen und unter längerer Renderlast trotzdem auffällig reagieren. FurMark erzeugt eine wiederholbare Last, mit der sich solche Situationen untersuchen lassen. Das Werkzeug von Geeks3D eignet sich beispielsweise für Vergleiche nach einem Treiberwechsel oder einer Änderung an der Kühlung. Die Installation erhöht weder automatisch die Bildrate noch repariert sie beschädigte Bauteile im Computer.
FurMark 2 bietet Tests mit OpenGL und Vulkan. Auf der offiziellen Seite steht zusätzlich FurMark 1 als ältere, eigenständige OpenGL-Variante bereit. Achten Sie darauf, welche Ausgabe ein Vergleich oder eine Anleitung verwendet. Ergebnisse verschiedener Generationen, Grafik-APIs und Voreinstellungen bilden nicht zwangsläufig dieselbe Belastung ab. Derselbe Grafikkartenname allein reicht deshalb als Grundlage für einen Vergleich nicht aus.
Den ersten Durchlauf vorbereiten
Ermitteln Sie zuerst den Grafikadapter und prüfen Sie den installierten Treiber. Bei einem Notebook mit integrierter Grafik und zusätzlicher Grafikkarte muss der Test auf dem gewünschten Adapter laufen. Ein Ergebnis der integrierten Lösung beschreibt nicht die Leistung der separaten Karte. GPU-Z hilft dabei, das Modell zu identifizieren und die verfügbaren Sensordaten vor Beginn genauer anzusehen.
Speichern Sie offene Dokumente und beenden Sie unnötige Hintergrundaufgaben. Notieren Sie Treiberversion, Auflösung, Grafik-API und Testvorgabe. Beobachten Sie den ersten Versuch zunächst kurz, statt ihn direkt unbeaufsichtigt weiterlaufen zu lassen. Bildfehler, ein schwarzer Bildschirm, ungewöhnliches Lüfterverhalten oder Instabilität sind Gründe zum Abbruch. Einen offensichtlich problematischen Zustand länger aufrechtzuerhalten, macht die spätere Auswertung nicht zuverlässiger.
Temperaturen und Punktzahlen verstehen
Die synthetische FurMark-Last kann sich deutlich von einem gewöhnlichen Spiel unterscheiden. Leistungsgrenzen, Kühlkonzept und Treiberverhalten beeinflussen, welche Taktraten und Temperaturen entstehen. Verwenden Sie keinen pauschalen Temperaturgrenzwert für alle Grafikkarten. Maßgeblich sind das genaue Modell und die Bedeutung des angezeigten Sensors. Eine kurze Spitze ist außerdem etwas anderes als eine dauerhaft erhöhte Temperatur während des gesamten Durchlaufs.
Nutzen Sie für einen Vorher-Nachher-Vergleich dieselbe Programmversion und dieselben Einstellungen. Eine ähnliche Raumtemperatur sowie ein vergleichbarer Ausgangszustand helfen zusätzlich. Eine höhere Punktzahl belegt zunächst nur den Unterschied in diesem Test. Sie garantiert keine entsprechende Verbesserung in jedem Spiel. Umgekehrt bedeutet ein erfolgreich abgeschlossener Durchlauf nicht, dass Prozessor, Speicher und sämtliche anderen Komponenten ebenfalls umfassend geprüft wurden.
Das passende Windows-Paket herunterladen
Geeks3D stellt FurMark kostenlos bereit. Für FurMark 2 gibt es Windows-Pakete mit 64 und 32 Bit sowie getrennte Linux-Ausgaben. Bei Windows werden Archiv- und Installationsvarianten angeboten. Lesen Sie die Beschreibung des jeweiligen Downloads, statt nur nach der Dateigröße zu entscheiden. Für den gewählten Test werden ein geeigneter Grafiktreiber und Unterstützung für die betreffende Grafik-API benötigt.
Entpacken Sie ein ZIP vollständig in einen eigenen Ordner, bevor Sie das Programm öffnen. Bei einem Installationspaket sollten Sie die angebotenen Optionen durchgehen. Bewahren Sie ältere Ergebnisse gemeinsam mit den zugehörigen Einstellungen auf. Wenn die Fehlersuche zusätzlich Prozessor, Arbeitsspeicher oder andere Belastungsarten betrifft, bietet OCCT ergänzende Möglichkeiten. Wählen Sie die Prüfung passend zur Fragestellung und kontrollieren Sie Änderungen danach auch in den tatsächlich genutzten Anwendungen.