Grafiktreiber gezielt entfernen
Display Driver Uninstaller, kurz DDU, stammt von Wagnardsoft und entfernt Grafiktreiber samt verbleibenden Komponenten. Ein sinnvoller Anlass kann eine fehlgeschlagene gewöhnliche Deinstallation oder die geplante saubere Neuinstallation eines problematischen Treibers sein. Dabei werden unter anderem Dateien, Ordner, Registrierungseinträge und Daten im Treiberspeicher bearbeitet. DDU ist kein allgemeiner Beschleuniger, der nach jedem Spielstart vorsorglich ausgeführt werden sollte.
Halten Sie zunächst das genaue Fehlerbild fest und bestimmen Sie die vorhandene Grafiklösung. GPU-Z kann dabei helfen, den Adapter vor der Auswahl eines Ersatztreibers zu identifizieren. Ein durch Hitze, Hardware oder eine andere Anwendung verursachter Absturz verschwindet nicht zwangsläufig durch eine Treiberbereinigung. Das Programm repariert keine Grafikkarte und verspricht keine höhere Bildrate in bestimmten Spielen.
Download und Vorbereitung
DDU wird kostenlos angeboten. Die geprüfte Version 18.1.6.1 benötigt .NET Framework 4.8. Als Systeme nennt Wagnardsoft Windows 7, 8, 8.1, 10 und 11 in 32- und 64-Bit-Ausgaben. Beachten Sie bei ungewöhnlicher oder neuer Hardware zusätzlich die Veröffentlichungshinweise. Laden Sie das Paket von der offiziellen Versionsseite und entpacken Sie es an einem gut auffindbaren Ort.
Beschaffen Sie den vorgesehenen Ersatztreiber, bevor Sie den installierten entfernen. Gerade bei Notebooks können integrierte und separate Grafiklösungen besondere Herstellervorgaben haben. Speichern Sie offene Arbeiten und erstellen Sie einen Wiederherstellungspunkt oder eine geeignete Sicherung. Notieren Sie, welchen Hersteller Sie bereinigen möchten. Wenn Windows während des Ablaufs selbst einen Treiber installiert, kann sich der geplante Ausgangszustand unbemerkt ändern.
Den passenden Ablauf auswählen
Der Entwickler empfiehlt den abgesicherten Modus für einen möglichst stabilen Ablauf, obwohl DDU auch im normalen Modus funktioniert. Klären Sie vorher, wie Sie diesen Modus erreichen und wieder verlassen. Wählen Sie im Programm den betroffenen Gerätetyp und Hersteller. Lesen Sie die angebotenen Einstellungen sorgfältig. Zusätzliche und erweiterte Optionen sollten nicht nur deshalb aktiviert werden, weil sie vorhanden sind.
Für eine Neuinstallation auf demselben Rechner verwenden Sie den passenden Bereinigungsablauf mit anschließendem Neustart. Beim physischen Wechsel der Grafikkarte wählen Sie den dafür geeigneten Ablauf und beachten die Hinweise des Hardwareherstellers. Während der Entfernung können Auflösung und Anzeigefunktionen vorübergehend anders aussehen. Eine funktionierende Bildausgabe in diesem Zustand bedeutet noch nicht, dass der gewünschte Ersatztreiber bereits installiert ist.
Berücksichtigen Sie außerdem, ob mehrere Grafikadapter im Rechner arbeiten. Ein Notebook mit zwei Grafiklösungen ist kein Anlass, automatisch beide Hersteller vollständig zu entfernen. Richten Sie die Auswahl nach dem konkreten Problem und der dokumentierten Konfiguration aus. Je genauer der Eingriff begrenzt ist, desto leichter lässt sich später prüfen, was sich tatsächlich verändert hat.
Nach der Bereinigung vergleichen
Installieren Sie nach dem Neustart das vorbereitete Treiberpaket. Folgen Sie dessen Aufforderung zu einem weiteren Neustart, falls nötig. Kontrollieren Sie anschließend Adapter und Treiberversion in Windows und wiederholen Sie die zuvor problematische Tätigkeit. Notizen zur alten und neuen Version sind hilfreicher als mehrere gleichzeitig veränderte Systemeinstellungen, deren Wirkung sich kaum noch unterscheiden lässt.
Snappy Driver Installer Origin dient dagegen zum Finden und Installieren von Treiberpaketen. DDU übernimmt deren Entfernung und liefert selbst keinen neuen Grafiktreiber mit. Wählen Sie für den geplanten Austausch ein geeignetes Paket vom Geräte- oder Computerhersteller. Bleibt der Fehler bestehen, untersuchen Sie weitere Ursachen, statt denselben Bereinigungsvorgang ohne neue Erkenntnisse fortlaufend zu wiederholen.