Speicherort und Ursache eingrenzen
Beenden Sie Programme, die auf das betroffene Laufwerk schreiben, und stoppen Sie neue Downloads dorthin. Entfernen Sie ein Wechselmedium zunächst, bis der Ablauf vorbereitet ist. Notieren Sie ursprünglichen Speicherort und Ereignis: Löschung, Formatierung oder Gerätefehler. Diese Fälle unterscheiden sich. Mehr Programme zu installieren ist nicht automatisch die richtige Reaktion.
Prüfen Sie zuerst Papierkorb, vorhandene Sicherungen und gegebenenfalls den Versionsverlauf eines Cloud-Dienstes. Eine bekannte gute Kopie ist einer ungewissen Rettung vorzuziehen. Eine nur verschobene Datei benötigt keine Wiederherstellung gelöschter Inhalte. Starten Sie weder einen Cleaner noch eine von Windows vorgeschlagene Formatierung ohne geklärte Ursache. Solche Eingriffe verändern das Medium, das Sie erhalten möchten.
Eignung für einen gewöhnlichen Suchlauf bewerten
Ein lesbares, stabiles Laufwerk nach versehentlicher Löschung ist für Recuva geeigneter als ein Gerät mit Klickgeräuschen oder ständigen Verbindungsabbrüchen. Beenden Sie gewöhnliche Versuche bei physischen Symptomen, besonders wenn die Daten unersetzlich sind. CrystalDiskInfo zeigt unter Umständen Zustandsinformationen eines antwortenden Laufwerks, repariert aber keine Schäden und bestätigt keine gefahrlose weitere Nutzung.
Auf SSDs können TRIM und interne Bereinigung gelöschte Daten schon nach kurzer Zeit entfernen. Auch auf anderen Medien kann Überschreiben die Rettung unmöglich machen. Tiefensuche und kostenpflichtige Lizenz garantieren nicht, dass ursprüngliche Inhalte noch existieren. Bei besonders wertvollen Daten ist fachliche Unterstützung vor zusätzlicher Laufwerksaktivität eine überlegenswerte Option.
Recuva außerhalb der Quelle vorbereiten
Download und Installation gehören auf einen anderen gesunden Datenträger. Betrifft die Löschung das Windows-Systemlaufwerk, kann bereits die Installation dort Daten überschreiben. Organisieren Sie dann ein geeignetes alternatives System, statt automatisch fortzufahren. Eine stabile externe Quelle schließen Sie erst an, wenn Werkzeug und Ziel bereitstehen.
Wählen Sie im Assistenten den passenden Dateityp und ursprünglichen Speicherort. Beginnen Sie mit der normalen Suche. Eine Tiefensuche folgt nur bei Bedarf und weiterhin stabilem Gerät. Kontrollieren Sie Namen, verfügbare Vorschauen und Zustandsanzeigen. Eine günstige Einstufung beweist nicht, dass das wiederhergestellte Dokument vollständig oder korrekt lesbar sein wird.
Ergebnisse getrennt speichern und prüfen
Sichern Sie wichtige Dateien zuerst auf einem anderen physischen Gerät. Eine zweite Partition desselben Quelllaufwerks ist kein gleichwertiger Schutz. Wer Ergebnisse zurück auf die Quelle schreibt, kann weitere noch wiederherstellbare Daten überschreiben.
Öffnen Sie Kopien der geretteten Dateien und prüfen Sie deren tatsächlichen Inhalt statt nur Namen und Größe. Lassen Sie die Quelle unverändert, bis die nutzbaren Ergebnisse bestätigt sind. Erstellen Sie anschließend eine weitere Sicherung. Dann lässt sich die nächste versehentliche Löschung aus einer vorhandenen Kopie beheben, ohne erneut allein auf einen ungewissen Suchlauf angewiesen zu sein.
Eine verschwundene Partition ist ein anderer Fall als ein gelöschtes Dokument. TestDisk kann Partitionsstrukturen untersuchen; Änderungen sollten Sie nur mit einer Sicherung und klarer Kenntnis des Aufbaus schreiben. PhotoRec sucht erkennbare Dateiinhalte auch ohne nutzbare Dateisystem-Metadaten, wobei ursprüngliche Namen und Ordner fehlen können. Speichern Sie die Ergebnisse auf einem anderen Gerät und verändern Sie nicht die einzige Kopie wichtiger Daten.