Ein verschlüsselter Speicherbereich für Dokumente
VeraCrypt bewahrt Informationen in verschlüsselten Volumes auf. Ein übersichtlicher Einstieg ist der Dateicontainer: Eine gewöhnliche Datei auf einem Laufwerk wird nach Eingabe des Kennworts als zusätzliches Laufwerk eingebunden. Solange das Volume geöffnet ist, bearbeiten Sie Dokumente mit Ihren üblichen Anwendungen. Das anschließende Trennen beendet diesen Zugriff, bis das Volume erneut eingebunden wird.
Das Projekt stellt die Software kostenlos samt Quellcode bereit. Daneben unterstützt es geeignete verschlüsselte Partitionen und Geräte sowie die Systemverschlüsselung in unterstützten Windows-Konfigurationen. Diese Möglichkeiten verlangen unterschiedliche Vorbereitungen. Lernen Sie den Ablauf zunächst mit einem kleinen Standardcontainer und unwichtigen Testdateien kennen, statt sofort das komplette Systemlaufwerk umzustellen.
Den passenden Download auswählen
Die aktuelle Windows-Ausgabe unterstützt Windows 10 ab Version 1809 und Windows 11 auf x64 oder ARM64. Windows Server wird ab 2019 auf x64 unterstützt. Ältere Anleitungen zu Windows 7 oder einer 32-Bit-Ausgabe beschreiben andere Versionen. Für macOS und Linux gibt es getrennte Pakete, die nicht mit dem Windows-Installationsprogramm austauschbar sind.
Laden Sie den zur Prozessorarchitektur passenden Installer über die Projektseite herunter und folgen Sie den Installationsschritten. Dort finden Sie außerdem Signaturen und Prüfsummen zur Paketprüfung. Die portable Ausgabe ist eine eigene Bereitstellungsform. Sie umgeht jedoch nicht automatisch sämtliche Treiberanforderungen oder Administratorrechte auf einem verwalteten Rechner.
Mit einem kleinen Container beginnen
- Starten Sie den Assistenten und wählen Sie einen normalen verschlüsselten Dateicontainer.
- Legen Sie eine neue Zieldatei an, getrennt von bereits benötigten Dokumenten.
- Wählen Sie ausreichend Platz und ein starkes Kennwort, das Sie sicher aufbewahren können.
- Binden Sie das fertige Volume ein und prüfen Sie einige hineinkopierte Testdateien.
- Schließen Sie alle Dokumente, trennen Sie das Volume und testen Sie die erneute Öffnung.
Das Dateisystem im Container beeinflusst mögliche Dateigrößen und die Nutzung auf anderen Computern. Entscheiden Sie nach dem vorgesehenen Einsatz, statt überall dieselbe Kompatibilität anzunehmen. Wenn Sie zusätzliche Schlüsseldateien verwenden, sichern Sie auch diese zuverlässig. Ein verlorener erforderlicher Schlüssel kann den Zugriff ebenso verhindern wie ein vergessenes Kennwort, obwohl der Container selbst unbeschädigt ist.
Die Grenzen im Alltag beachten
Ein eingebundenes Volume steht Anwendungen mit entsprechenden Rechten offen. Verschlüsselung macht eine bereits kompromittierte Windows-Sitzung nicht vertrauenswürdig und beseitigt keine beliebigen temporären Kopien eines Editors. Schließen Sie Programme vor dem Trennen. Prüfen Sie außerdem die ursprünglichen Dateien außerhalb des Volumes: Durch das Kopieren in den Container verschwinden sie nicht automatisch am alten Speicherort.
Wiederherstellung unabhängig planen
Verschlüsselung verhindert weder einen Laufwerksdefekt noch das versehentliche Löschen des Containers. Bewahren Sie wichtige Daten zusätzlich getrennt auf und nutzen Sie die dokumentierte Sicherung des Volume-Headers. Eine solche Header-Sicherung ersetzt kein vergessenes Kennwort. Kopieren Sie einen Container möglichst im getrennten, unveränderten Zustand, damit während der Sicherung keine widersprüchlichen Daten entstehen.
Duplicati eignet sich für geplante verschlüsselte Backups an einem anderen Ort. FreeFileSync vergleicht und kopiert Ordner; normale Kopien daraus sind aber nicht automatisch VeraCrypt-Volumes. Überlegen Sie, ob Sie einen geschützten Arbeitsbereich, frühere Dateistände oder beides benötigen. Testen Sie den Zugriff und die Wiederherstellung, bevor das Konzept wichtige Dokumente allein absichern soll.